Zero's kleine Welt

 

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Eine Geschichte für ein sechzehn jähriges Mädchen


Du schlägst die Augen auf und schon im Augenblick des Erwachens bist Du verwirrt – wo bist Du – warum ist es so dunkel – was sollst Du hier?

Du springst auf und bist gefangen, gefangen in einem Irrgarten – Mauern - schmale Gänge – Stacheldraht. Du rennst los, schlägst Dir das Knie auf an der nächsten Kante, Dein ängstlicher Blick sucht einen Ausweg. Du bist außer Atem, Schweiß brennt in Deinen Augen.

Da, ein Mann, ein alter Mann. langsam schreitet er seinen Weg. Er scheint zu wissen wo es lang geht. Du folgst ihm. Nach einer Weile kommst Du zur Ruhe, Du fühlst Dich sicher und geborgen. Du gewöhnst Dich an den sicheren Gang des Alten, an die Bewegung seines Rückens im ruhigen Gang.

Er geht um eine Kurve, Du folgst im gewohnten Trott, biegst um die Ecke – da ist er fort. Verrat! Betrug! – Wie konnte er Dich im Stich lassen. Am Boden liegt ein Zettel. Eine letzte Nachricht von ihm. „Wir sind eine Weile einen Weg gegangen doch es war MEIN Weg – finde Du den DEINEN und Dein Schritt wird ebenso fest, sicher und gelassen wie der meine werden.“ Irgendwie sieht der Zettel aus, als wäre er schon hunderte von Jahren alt.

Voller Angst und in alt bekannter Verzweiflung rennst Du wieder los. Du reißt Dir die arme an den Mauern auf, Du stürzt, Deine Nase blutet. Du krallst Dich an den Fugen einer Mauer fest, versuchst zu klettern – Du stürzt und hängst im Stacheldraht. Deine Gedanken tanzen – toben wild und lachen Dich aus. Du bist am Ende...

... und wartest bis es kommt um Dich abzuholen. Du wartest und wartest und wartest. In Deinem inneren kämpft das Ende und beißt sich an irgend etwas in Dir die Zähne aus. Es müht und macht, es schreit und wütet doch es schafft Dich nicht und die Zeit verrinnt...

... und Du liegst da, du betrachtest die Wände – stellst fest, dass sie sich verändern. Sie sind nicht mehr fest, der Stein, die Fugen beginnen zu verschwimmen. Die Verwandlung dauert eine Weile doch Du hast ja Zeit – hängst ja fest. Was von der Mauer bleibt ist nur die Angst. Du wendest Deinen Blick, auch die anderen Wände haben sich verändert in Wut, Einsamkeit, Depression . Vorsichtig traust Du Dich einen Blick auf den Stacheldraht zu werfen, auch er hat sich verändert in....
..... Sehnsucht. Und er fühlt sich gar nicht mehr so schlecht an. Zwar schmerzt er noch ein wenig, doch hat er auch eine warme und angenehme Seite.

Vorsichtig löst Du Dich daraus, du beginnst langsam durch das Labyrinth zu schreiten. Du kommst an der Trauer vorbei. Auch sie schaut bedrückend auf Dich herab, doch Du überwindest Deine Furcht - betrachtest sie genauer und entdeckst auch an ihr eine Gute Seite. Du schaust um die Ecke und siehst, dass sie gehalten wird vom Trost.

Deine Neugier erwacht und verdrängt die Angst. Du schleichst weiter durch das Labyrinth und suchst nach neuen Erfahrungen. Freundschaft, Selbstvertrauen, Freiheit, Jugend, Schönheit, Kreativität und viele andere Dinge. Dir stockt der Atem, als Du die Liebe entdeckst...

Es vergeht die Zeit und Du verbringst Jahr um Jahr bei der Erkundung des Labyrinths. Du wirst immer Sichererer und kennst bald die allermeisten Ecken und Winkel. Trotzdem - die Zeit fließt dahin und Du bist erstaunt, dass Du immer wieder, irgendwo zwischen den Dir bekannten Gängen, neue Orte findest. Meistens sind es Orte der Freude, doch hin und wieder auch Orte des Schmerzes. Du lernst sie allesamt schätzen, denn sie füllen und gestalten Dein Leben und machen es zu etwas einzigartigem. Einer inneren Unruhe weicht Erleichterung und die Erkenntnis, dass es nie langweilig werden wird...

Nach langer langer Zeit kann Dich nicht mehr sehr viel überraschen. Gelassen und sicher schreitest Du die Gänge entlang und erfreust Dich an den selten gewordenen Momenten neuer Erkenntnis. Langsam sagt Dir Dein Gefühl, dass Du in nicht allzu langer Zeit den Ausgang finden wirst.

Ein wenig unsicher wirst Du schon bei dem Gedanken, die vertrauten Gänge und Wege verlassen zu müssen und in eine Welt zu schreiten, die Dir noch vollkommen unbekannt ist. Es ist jedoch keine furchtsame Unsicherheit. Angst kennst Du schon lange nicht mehr....

Ein leichter, frischer Luftzug bestätigt Deine Vermutung und Du schaust zurück auf die vergangene Zeit. Du bist sehr zufrieden mit Dir. In all den Jahren hast Du immer mal Fehler gemacht, aber sie habe Dich zu dem werden lassen, was Du bist. Bei all Deinen Überlegungen bleibt nur immer wieder eine Frage zurück, die Frage nach dem Sinn des Ganzen.

Du grübelst schon eine Weile darüber nach und fürchtest schon, dass Du auf dieses letzte Rätsel keine Antwort finden wirst, da vernimmst Du plötzlich leise, unsicher Schritte hinter Dir.

Aus Deinem Augenwinkel erkennst Du eine kleine Gestalt, ein kleines Mädchen, welches furchtsam und erschrocken, ja verzweifelt durch das Labyrinth taumelt. Es scheint vollkommen orientierungslos zu sein. Du spürst, dass Dich die Kleine entdeckt und wie sie beginnt Dir zu folgen.

Hartnäckig klebt sie Dir an den Versen und folgt Deinem sicheren und furchtlosen Gang. Du magst das kleine Ding und obwohl Du den Ausgang schon genau spüren kannst, beschließt Du noch ein letztes mal eine Runde durch das Labyrinth zu gehen, damit sie Dir folgen kann, um sich ein wenig zu beruhigen..

Während Deiner letzten Runde auf den die Dir lieb gewonnenen Wegen erkennst Du, dass Du gerade den allerletzten Sinn erfüllst....

Du kommst an eine Abzweigung und spürst, dass sich hinter der nächsten Biegung der Ausgang befinden muss. Das kleine Mädchen tut Dir ein wenig leid, aber Du weißt genau, dass sie irgendwann einmal alleine weiter gehen muss. Außerdem bist Du Müde und möchtest endlich Deine Erkundungen in diesem Labyrinth abschließen.

Du gehst voran und beschließt, dem Mädchen noch eine letzte Nachricht zu hinterlassen. Als Du um die letzte Ecke und aus ihrem Sichtfeld gehst, faltest einen alten, vergilbten Zettel auseinander, den Du schon sehr lange bei Dir trägst und der aussieht, als wäre er schon hunderte von Jahren alt.

Behutsam legst Du ihn auf den Boden, streichst noch einmal darüber, um das alte Papier zu glätten und trittst hinaus...


PS: diese Geschichte habe nicht ich geschrieben sondern Frank den ich hiermit auch ganz lieb grüße ^^




Die drei Männer und ihre Weisheiten

Er geht schlecht gelaunt durch die Straße, sein Jacket über der Schulter. Ab und zu schaut er in die Geschäfte, an dehnen er vorbeigeht. Die späte Mittagssonne senkt sich langsam. Er denkt darüber nach, was er eigentlich hier macht und was überhaupt geschehen ist! Was hat er denn falsch gemacht, gefällt er ihr etwa nicht mehr? Das sind seine Gedanken in diesem Augenblick. Plötzlich hatten sie sich gestritten und das nur, weil er angeblich nicht mehr die Person sein würde, die sie mal kennen gelernt habe! Er hatte sich so sehr für sie verändert! Das Rauchen hat er ihretwegen aufgegeben, neu eingekleidet haben sie ihn und das, obwohl es ihm gar nicht so gefallen hat, aber er hat es ihretwegen getan. Er hat sich so verändert, dass es ihm selber gar nicht mehr aufgefallen ist, er wollte ihr einfach immer mehr gefallen, aber dadurch hat er nur das Gegenteil erreicht. Darum wolle sie ihn auch erst mal nicht mehr sehen, bis er wieder zur Vernumpft gekommen sei.
Langsam wird es dunkel, leichter Nebel zieht auf, aber das stört ihn nicht, er mag die Dunkelheit. Ein Klingeln ...! Sein Weg führt weiter in Richtung Norden vorbei an den Geschäften. Noch ein Klingeln ...! Nachdenklich und in sich selbst vertieft merkt er nicht einmal, dass der Nebel bereits dichter geworden ist. Inzwischen ist er schon auf dem Marktplatz gelangt, wo sie sich das erste Mal über den Weg gelaufen sind. Wieder ein Klingeln ...! Neugierig schaut er sich um, er versucht zu realisieren, woher das Klingeln gekommen ist, aber ohne etwas gesehen zu haben geht er weiter durch den bereits noch dichter gewordenen Nebel. Schon wieder das Klingeln ...! Er dreht sich um. Es ist genau aus der Richtung gekommen, aus der er gerade gekommen ist, aber er hatte nichts gesehen. Verwirrt und total durcheinander geht er wieder ein paar Schritte in Richtung Norden. Sein Blick schweift hektisch umher doch plötzlich wieder das Klingeln ... und das genau hinter ihm!
Der Nebel ist inzwischen so dicht, dass man kaum die Hand vor Augen erkennen kann. Langsam dreht er sich um. Aus dem Nebel heraus kann er drei Gestalten erkennen, die auf ihn zukommen. Es sind drei ältere Mönche! Sie kommen genau vor ihm zum Stehen und der mittlere Mönch erhebt seine Stimme und sagt:,, Es ist besser für das, was man ist, gehasst als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.“ Die Drei drehen sich um und gehen. Er will gerade noch fragen, was das alles zu bedeuten habe, aber genau in diesen Augenblick sind sie wie vom Erdboden verschwunden. Der Nebel verzieht sich langsam, so dass man auch wieder die Häuser und Geschäfte erkennen kann und er merkt, dass er gar nicht mehr auf dem Marktplatz ist, sondern bei einer Bar in der Nebenstraße. Er geht schnellen Schrittest in die Richtung, in die die drei Männer verschwunden sind, aber nichts! Gar nichts!
Was könnten die Männer damit gemeint haben, er kennt sie ja gar nicht und trotzdem denkt er darüber nach, was sie ihm damit sagen wollen und wieso gerade ihm.
Er geht in die Bar, wo er sich an einen leeren Tisch in der Ecke des Raumes setzt. Als der Barmann ihn fragt, was er trinken wollte, erschreckt er, weil er mal wieder in seinen Gedanken kramt, aber er fängt sich recht schnell und bestellt ein Bier. Seine Gedanken kreisen und kreisen, aber er kommt zu keinem Ergebnis. Die ganze Zeit immer nur WIESO? Jetzt trink er erst mal einen Schluck aus seinem Glas, das er gerade bekommen hat, doch plötzlich ein Klingeln...! Hektisch stellt er sein Bier wieder auf den Tisch und schaut sich um, aber nichts.
„Alles Einbildung“, denkt er sich und nimmt wieder sein Bier in die Hand. Eigentlich hat er gar keinen Durst aber, was soll er sonst machen, weil, nach Hause kann er ja auch nicht, auf jeden Fall noch nicht jetzt! Wieder trinkt er einen großen Schluck und diesmal wieder ein Klingeln.... und das aus der Richtung der Eingangstür! Er starrt die ganze Zeit auf die Tür, aber da ist wieder nichts. Er will gerade aufstehen und zur Tür gehen, doch in diesem Moment fangen die Lichter an zu flackern und dann im nächsten Augenblick sind sie schon ausgefallen. Die Schritte, die er hört, kennt er und bevor er weiter darüber nachdenken kann, sieht er auch schon die drei alten Gestalten, die er vorhin schon gesehen hat. Als er den Mund aufmacht und fragen will, was das alle zu bedeuten habe, merkt er, dass er keine Stimme mehr hat! Daraufhin grinst die linke Gestalt und sagt:,, Was du suchst, ist nicht auf den Gipfeln der Berge, nicht in den Tiefen der Meere, nicht in den Straßen der Städte... es ist in deinem Herzen!“ Die Drei drehen sich um und plötzlich geht das Licht wieder an und sie sind verschwunden. Der Mann schreit:,, Was wollt ihr von mir?“ Die Leute in der Bar schauen ihn verwirrt an und daraufhin geht er schnellen Schrittes aus der Bar.
Inzwischen ist es schon ziemlich spät und er geht langsam die Straße entlang in Richtung der Wohnung seiner Freundin. Auf den Weg dorthin kommen die ganzen Erinnerungen wieder. Wieso wollte er sich eigentlich so verändern, er hätte doch wissen müssen, dass sie ihn auch so mochte, wie er ist. Er kann es einfach nicht verstehen, warum ihn das selber nicht auf gefallen ist, dass er sich so verändert hat! Und denn auch noch diese Männer, die ihm diese „Sätze“ sagten. Die Sätze sind ja schön und gut, aber wie sollen die ihm helfen? Die Straße auf der er geht, ist hell beleuchtet und in der Ferne hört man ein paar Vögel zwitschern. Wie er dem zwitschern so zuhört, fällt ihm auf, dass die drei Männer Recht haben mit dem, was sie ihm gesagt haben und er meint zu wissen, was sie ihm damit sagen wollen. Leise sagt er vor sich her:,, Ich weiß, was ihr mir damit sagen wollt, ich weiß es!“ Am Ende der Straße kann man schon die Wohnung seiner Freundin sehen, wo noch Licht brennt. Er geht auf die Wohnung zu, aber kurz vor der Haustür bleibt er stehen. Er denkt nach, ob er hoch gehen soll oder nicht, weil sie ja meinte, er soll sich nicht blicken lassen bis er wieder zur Besinnung gekommen sei. In dem Moment wurde er leicht nach vorne geschupst und er hört nur noch jemanden sagen:,, Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben, Sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden!“
Er weiß genau, wer es gesagt hat und in dem Augenblick dreht er sich auch um und sieht die drei Männer, die langsam davon ziehen. Das „Danke“ was er gesagt hat konnte man kaum hören, aber trotzdem hob einer der drei Männer seinen Arm. Er dreht sich wieder um, schließt die Tür auf und geht hinein. Vor der Wohnungstür bleibt er nochmals stehen. Dann schließt er auf und geht hinein. In der Wohnstube sitzt seine Freundin auf dem Sofa und wartet auf ihn. Er setzt sich zu ihr und fasst den Entschluss ihr jetzt alles zu erklären. Sein Mund öffnet sich und er sagt:,, ....





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